Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, verändert sich auch der Alltag vieler Hunde. Ausgedehnte Spaziergänge durch buntes Herbstlaub, kühlere Nächte und der saisonale Fellwechsel prägen die kommenden Wochen. Mit diesen Veränderungen stellt sich für viele Hundehalter die Frage, ob sie die Ernährung ihres Vierbeiners anpassen sollten. Schließlich können Bewegung, Umgebungstemperatur und individuelle Bedürfnisse den täglichen Energiebedarf beeinflussen. Doch braucht ein Hund im Herbst tatsächlich mehr Futter? Und wie erkennst du, ob er sein gesundes Körpergewicht hält?
Besonders bei schlanken oder sehr aktiven Hunden lohnt es sich, die körperliche Verfassung regelmäßig zu kontrollieren. Verliert dein Vierbeiner ungewollt an Gewicht, solltest du nicht einfach die Futtermenge erhöhen, sondern zunächst mögliche Ursachen abklären. Der Ratgeber zum Thema Untergewicht beim Hund erkennen und gesund zunehmen erklärt, woran du einen zu dünnen Hund erkennst, welche gesundheitlichen Gründe dahinterstecken können und wie eine angepasste Ernährung beim gesunden Gewichtsaufbau helfen kann. Gerade vor der kalten Jahreszeit ist es sinnvoll, die körperliche Entwicklung deines Hundes aufmerksam zu verfolgen.
Warum sich der Energiebedarf deines Hundes im Herbst verändern kann
Mit dem Herbst kehren für viele Hunde angenehmere Temperaturen zurück. Während an heißen Sommertagen ausgedehnte Spaziergänge häufig nur morgens oder abends möglich sind, können Vierbeiner jetzt wieder länger draußen unterwegs sein. Gleichzeitig verbringen manche Hunde bei Regen und schlechtem Wetter mehr Zeit in der Wohnung.
Ob dein Hund im Herbst mehr oder weniger Energie benötigt, hängt deshalb vor allem von seinen individuellen Lebensumständen ab.
Mehr Bewegung bei kühleren Temperaturen
Viele Hunde sind bei kühlerem Wetter besonders bewegungsfreudig. Lange Waldspaziergänge, gemeinsame Wanderungen oder ausgedehnte Spieleinheiten gehören im Herbst für zahlreiche Mensch-Hund-Teams zum Alltag.
Wenn sich die tägliche Aktivität deutlich erhöht, kann auch der Energiebedarf steigen. Das betrifft insbesondere sportliche Hunde, die regelmäßig beim Joggen mitlaufen, Hundesport betreiben oder ihre Besitzer auf längeren Wanderungen begleiten.
Allerdings rechtfertigt nicht jeder zusätzliche Spaziergang automatisch eine größere Futterportion. Entscheidend ist, wie intensiv und regelmäßig sich dein Hund bewegt und ob sich sein Gewicht tatsächlich verändert.
Brauchen Hunde bei Kälte automatisch mehr Futter?
Sinkende Temperaturen können den Energiebedarf eines Hundes erhöhen, wenn sein Körper zusätzliche Energie benötigt, um die normale Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Wie stark sich dieser Effekt auswirkt, hängt unter anderem von der Fellbeschaffenheit, dem Körperbau und der Dauer des Aufenthalts im Freien ab.
Ein kurzhaariger Hund, der sich über längere Zeit bei niedrigen Temperaturen draußen aufhält, hat andere Bedürfnisse als ein langhaariger Familienhund, der den überwiegenden Teil des Tages in einer beheizten Wohnung verbringt.
Deshalb solltest du die Futtermenge nicht allein aufgrund der Jahreszeit erhöhen, sondern dich am tatsächlichen Bedarf deines Vierbeiners orientieren.
Idealgewicht beim Hund erkennen: Worauf solltest du achten?
Das Körpergewicht allein verrät nicht, ob ein Hund optimal ernährt ist. Zwei Hunde derselben Rasse können unterschiedlich schwer sein und sich trotzdem beide in einer gesunden körperlichen Verfassung befinden.
Eine wichtige Rolle spielen der individuelle Körperbau, der Muskelanteil und die Menge des vorhandenen Körperfetts. Gerade bei Hunden mit dichtem oder langem Fell lassen sich Veränderungen der Körperform manchmal nur schwer erkennen.
Mit dem Body Condition Score den Ernährungszustand beurteilen
Tierärzte nutzen zur Einschätzung der körperlichen Verfassung häufig den sogenannten Body Condition Score (BCS). Bei der verbreiteten neunstufigen Skala gelten die Werte 4 und 5 als Idealbereich. Niedrigere Werte weisen auf Untergewicht hin, während höhere Werte für einen erhöhten Körperfettanteil stehen.
Für eine erste Einschätzung kannst du deinen Hund im Stehen von oben und von der Seite betrachten. Anschließend tastest du vorsichtig seinen Brustkorb ab.
- Rippen: Bei einem Hund mit Idealgewicht lassen sich die Rippen unter einer dünnen Fettschicht gut ertasten, ohne dass du stark drücken musst.
- Taille: Von oben betrachtet sollte hinter dem Brustkorb eine erkennbare Taille vorhanden sein.
- Bauchlinie: Von der Seite gesehen steigt die Bauchlinie hinter dem Brustkorb leicht nach oben an.
- Wirbelsäule und Beckenknochen: Treten diese Knochen auffällig hervor, kann dies auf einen zu geringen Körperfettanteil oder Muskelverlust hinweisen.
Die Beurteilung muss immer den individuellen Körperbau berücksichtigen. Schlanke Hunderassen wie Windhunde haben beispielsweise eine andere natürliche Silhouette als kräftig gebaute Rassen.
Regelmäßiges Wiegen hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen
Zusätzlich zur Beurteilung der Körperform empfiehlt es sich, das Gewicht regelmäßig zu dokumentieren. Bei erwachsenen Hunden mit stabilem Gewicht kann eine monatliche Kontrolle sinnvoll sein. Wenn du bereits eine Gewichtsveränderung festgestellt hast oder die Futterration anpasst, sind häufigere Kontrollen hilfreich.
Wiege deinen Hund möglichst unter vergleichbaren Bedingungen, beispielsweise morgens vor der Fütterung. Notiere das Ergebnis zusammen mit möglichen Veränderungen der Aktivität, des Appetits und der Futtermenge.
So erkennst du frühzeitig, ob dein Vierbeiner kontinuierlich Gewicht verliert oder zunimmt. Ein unerklärlicher Gewichtsverlust sollte unabhängig von der Jahreszeit tierärztlich untersucht werden.
Die richtige Futtermenge im Herbst bestimmen
Wie viel Futter dein Hund benötigt, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben dem Körpergewicht spielen das Alter, die tägliche Bewegung, der Gesundheitszustand und der Energiegehalt des Futters eine wichtige Rolle.
Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung bietet einen ersten Anhaltspunkt. Sie sollte jedoch nicht als unveränderliche Vorgabe verstanden werden, denn der individuelle Bedarf kann davon abweichen.
Die tägliche Futterration an die Bewegung anpassen
Wenn dein Hund im Herbst wieder regelmäßig längere Spaziergänge unternimmt, solltest du zunächst beobachten, wie sich sein Gewicht und seine körperliche Verfassung entwickeln. Bleibt das Gewicht stabil und zeigt dein Vierbeiner eine gute Kondition, besteht in der Regel kein Anlass, die Futtermenge zu verändern.
Verliert ein ansonsten gesunder Hund aufgrund deutlich gesteigerter Aktivität an Gewicht, kann nach entsprechender Abklärung eine Anpassung der täglichen Energiezufuhr sinnvoll sein. Dabei ist es wichtig, den Kaloriengehalt des Futters zu berücksichtigen.
So können beispielsweise 200 Gramm eines energiereichen Trockenfutters mehr Kalorien enthalten als eine deutlich größere Menge Nassfutter. Allein anhand der Grammzahl lässt sich deshalb nicht beurteilen, ob dein Vierbeiner ausreichend Energie erhält.
Wer die Futterration verändert, sollte anschließend das Gewicht und die Körperform des Hundes beobachten und die Menge bei Bedarf erneut anpassen.
Leckerlis und Kauartikel bei der Fütterung berücksichtigen
Gerade bei herbstlichen Spaziergängen kommen häufig zusätzliche Leckerlis zum Einsatz. Ob beim Rückruftraining, bei Suchspielen im Wald oder als kleine Belohnung zwischendurch: Auch diese Snacks liefern Energie und müssen bei der Berechnung der täglichen Futtermenge berücksichtigt werden.
Als Orientierung sollten Leckerlis und andere Ergänzungsfuttermittel zusammen möglichst nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Den überwiegenden Teil des Energie- und Nährstoffbedarfs sollte ein ausgewogenes Alleinfuttermittel decken.
Wenn du deinen Hund unterwegs mit kleinen Fleischstückchen belohnen möchtest, findest du in unserem Ratgeber über Trockenfleisch für Hunde weitere Informationen zu unterschiedlichen Fleischsnacks und deren Verwendung.
Auch Hundesnacks mit Pferd können eine Abwechslung beim Training bieten. Achte bei der Auswahl auf die Zusammensetzung und den Energiegehalt des jeweiligen Produkts. Bei bestehenden Futtermittelallergien solltest du nur Zutaten verwenden, die dein Hund nachweislich verträgt.
Fellwechsel im Herbst: Braucht dein Hund besondere Nährstoffe?
Wenn sich dein Hund auf die kühlere Jahreszeit vorbereitet, steht bei vielen Rassen der Fellwechsel an. Dabei wird das leichtere Sommerfell nach und nach durch ein dichteres Winterfell ersetzt. Wie ausgeprägt dieser Prozess ist, hängt unter anderem von der Rasse, der Fellstruktur und den Haltungsbedingungen ab.
Für die Bildung neuer Haare benötigt der Körper verschiedene Nährstoffe. Dazu gehören insbesondere hochwertige Proteine, essenzielle Fettsäuren sowie verschiedene Vitamine und Spurenelemente.
Ein gesundes Fell hängt deshalb auch von einer bedarfsgerechten Ernährung ab. Allerdings bedeutet ein ausgeprägter Fellwechsel nicht automatisch, dass dein Hund zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel benötigt.
Hochwertige Proteine unterstützen die Fellbildung
Hundehaare bestehen überwiegend aus Keratin, einem Strukturprotein. Für die Bildung neuer Haare benötigt der Körper ausreichend Eiweiß und die darin enthaltenen Aminosäuren.
Ein ausgewogenes Alleinfuttermittel sollte den normalen Proteinbedarf deines Hundes decken. Wenn dein Vierbeiner während des Fellwechsels auffällig stumpfes Fell entwickelt, verstärkt Haare verliert oder gleichzeitig an Gewicht abnimmt, solltest du die Ursache tierärztlich abklären lassen.
Neben einer unzureichenden Nährstoffversorgung können beispielsweise Hauterkrankungen, Parasiten oder andere gesundheitliche Probleme hinter solchen Veränderungen stecken.
Vitamine und Fettsäuren: Auf die richtige Versorgung achten
Für die normale Haut- und Fellfunktion benötigt dein Hund unter anderem essenzielle Fettsäuren, Zink und verschiedene Vitamine. Auch B-Vitamine spielen bei zahlreichen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle.
Ein wichtiger Vertreter dieser Nährstoffgruppe ist Vitamin B12. Es wird unter anderem für die Blutbildung und die normale Funktion des Nervensystems benötigt. Ausführliche Informationen über die Bedeutung dieses Nährstoffs, mögliche Mangelerscheinungen und die Versorgung über das Futter findest du in unserem Ratgeber über Vitamin B12 beim Hund.
Bei einem gesunden Hund, der ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel erhält, ist eine zusätzliche Vitaminversorgung normalerweise nicht notwendig. Eine übermäßige Zufuhr einzelner Nährstoffe kann sogar gesundheitliche Probleme verursachen.
Besonders bei selbst zusammengestellten Futterrationen oder einer BARF-Ernährung empfiehlt es sich deshalb, die Nährstoffversorgung von einer auf Tierernährung spezialisierten Fachperson überprüfen zu lassen.
Was tun, wenn dein Hund im Herbst weniger frisst?
Nicht jeder Hund begrüßt den Jahreszeitenwechsel mit gesteigertem Appetit. Manche Vierbeiner reagieren empfindlich auf Veränderungen ihrer täglichen Routine. Andere bewegen sich bei anhaltendem Regen weniger oder zeigen plötzlich ein verändertes Fressverhalten.
Frisst dein Hund vorübergehend etwas weniger, muss das nicht zwangsläufig auf ein gesundheitliches Problem hindeuten. Entscheidend ist, ob er weiterhin ausreichend Nahrung aufnimmt, sein Gewicht hält und sich ansonsten normal verhält.
Wenn dein Hund regelmäßig Futter stehen lässt, kann es hilfreich sein, zunächst die Fütterungssituation zu überprüfen.
- Ruhiger Fressplatz: Sorge dafür, dass dein Hund seine Mahlzeiten möglichst ungestört einnehmen kann.
- Feste Fütterungszeiten: Eine gleichbleibende Tagesroutine kann deinem Hund Sicherheit geben.
- Futtermenge kontrollieren: Prüfe, ob dein Hund zwischen den Mahlzeiten möglicherweise bereits zu viele Snacks erhält.
- Futterverträglichkeit beobachten: Achte darauf, ob dein Hund nach dem Fressen Verdauungsbeschwerden entwickelt.
- Veränderungen dokumentieren: Notiere, wie viel dein Hund tatsächlich frisst und ob sich gleichzeitig sein Gewicht oder Verhalten verändert.
Ausführliche Informationen zu möglichen Ursachen und geeigneten Maßnahmen findest du in unserem Artikel Hilfe, mein Hund frisst sein Futter nicht. Dort erfährst du unter anderem, welche gesundheitlichen und alltäglichen Gründe hinter einer Futterverweigerung stecken können und worauf du bei einer Futterumstellung achten solltest.
Wichtig: Verweigert dein Hund plötzlich vollständig das Futter, wirkt er matt oder treten zusätzlich Erbrechen, Durchfall oder andere Beschwerden auf, solltest du zeitnah tierärztlichen Rat einholen. Bei Welpen, sehr alten oder bereits erkrankten Hunden ist besondere Vorsicht geboten.
Gesunde Beschäftigung an regnerischen Herbsttagen
Wenn es draußen stürmt und regnet, fallen ausgedehnte Spaziergänge gelegentlich kürzer aus. Damit dein Hund trotzdem körperlich und geistig ausgelastet bleibt, kannst du ihm abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.
Besonders gut eignen sich Suchspiele, bei denen dein Vierbeiner seine Nase einsetzen muss. Verstecke beispielsweise einige Stückchen seiner regulären Trockenfutterration in der Wohnung und lasse ihn danach suchen.
Auch ein mit Futter befüllbares Beschäftigungsspielzeug oder eine kurze Trainingseinheit können eine willkommene Abwechslung sein.
Wenn dein Hund gerne Gemüse frisst, kannst du je nach Verträglichkeit auch kleine Mengen geeigneter Gemüsesorten als Ergänzung einsetzen. Unser Ratgeber über Karottenflocken für Hunde beschäftigt sich beispielsweise mit einer Möglichkeit, die tägliche Futterration durch Gemüse zu ergänzen.
Achte bei allen Beschäftigungsspielen darauf, die verwendeten Leckerlis in die reguläre Tagesration einzurechnen. So verhinderst du, dass dein Hund an bewegungsärmeren Tagen unbemerkt mehr Kalorien aufnimmt, als er benötigt.
Besondere Aufmerksamkeit für ältere Hunde
Bei älteren Hunden solltest du Veränderungen des Körpergewichts besonders aufmerksam verfolgen. Mit zunehmendem Alter kann die Muskelmasse abnehmen, während gleichzeitig die Bewegungsfreude oder der Appetit nachlassen können.
Manche Senioren benötigen aufgrund ihrer geringeren Aktivität weniger Energie. Andere verlieren dagegen Gewicht, weil sie schlechter fressen, Schmerzen beim Kauen haben oder gesundheitliche Erkrankungen entwickeln.
Deshalb sollte eine veränderte Futterration bei älteren Hunden nicht ausschließlich anhand des Körpergewichts festgelegt werden. Wichtig sind auch der Muskelzustand, die allgemeine Fitness und mögliche Vorerkrankungen.
Wenn dein Senior plötzlich dünner wird, obwohl er weiterhin normal frisst, solltest du dies tierärztlich untersuchen lassen. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen und die Ernährung gezielt anzupassen.
Checkliste: So bereitest du deinen Hund auf den Herbst vor
Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du deinen Hund dabei unterstützen, gesund und gut versorgt durch die kommenden Monate zu kommen.
- Kontrolliere regelmäßig das Gewicht und die körperliche Verfassung deines Hundes.
- Überprüfe, ob sich seine tägliche Bewegung im Vergleich zum Sommer verändert hat.
- Passe die Futterration nur dann an, wenn der tatsächliche Energiebedarf oder die körperliche Entwicklung dies erforderlich macht.
- Achte auf ein ausgewogenes Alleinfuttermittel, das den individuellen Nährstoffbedarf deckt.
- Beziehe Leckerlis, Kauartikel und Trainingsbelohnungen in die tägliche Futtermenge ein.
- Unterstütze deinen Hund während des Fellwechsels durch regelmäßiges Bürsten und eine bedarfsgerechte Ernährung.
- Beobachte Veränderungen von Appetit, Fell, Gewicht und Allgemeinbefinden.
- Lasse unerklärlichen Gewichtsverlust oder anhaltende Appetitlosigkeit tierärztlich abklären.
Häufig gestellte Fragen zur Hundeernährung im Herbst
Sollte ich meinem Hund im Herbst mehr Futter geben?
Nicht automatisch. Ob dein Hund mehr Futter benötigt, hängt von seiner Aktivität, den Haltungsbedingungen und seiner körperlichen Verfassung ab. Wenn er im Herbst deutlich aktiver wird und dadurch Gewicht verliert, kann eine Anpassung der Futtermenge nach Abklärung der Ursache sinnvoll sein.
Woran erkenne ich, ob mein Hund zu dünn ist?
Wenn Rippen, Wirbelsäule und Beckenknochen ungewöhnlich stark hervortreten, kann dies ein Hinweis auf Untergewicht sein. Auch ein unerklärlicher Gewichtsverlust oder eine Abnahme der Muskelmasse sollte tierärztlich abgeklärt werden. Der individuelle Körperbau und die jeweilige Hunderasse müssen bei der Einschätzung berücksichtigt werden.
Braucht mein Hund während des Fellwechsels zusätzliches Futter?
Ein normaler Fellwechsel ist kein Grund, die Futtermenge pauschal zu erhöhen. Ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel versorgt einen gesunden Hund in der Regel mit den notwendigen Nährstoffen. Eine zusätzliche Versorgung kann bei bestimmten gesundheitlichen Problemen oder nachgewiesenen Nährstoffmängeln erforderlich sein.
Wie oft sollte ich meinen Hund wiegen?
Bei einem erwachsenen Hund mit stabilem Gewicht kann eine monatliche Gewichtskontrolle sinnvoll sein. Wenn dein Hund abnehmen oder zunehmen soll, empfiehlt es sich, die Entwicklung häufiger zu überprüfen. Bei auffälligen Veränderungen solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Fazit: Eine ausgewogene Ernährung ist auch im Herbst entscheidend
Der Herbst ist eine abwechslungsreiche Jahreszeit für Hunde und ihre Halter. Kühlere Temperaturen laden zu längeren Spaziergängen ein, während regnerische Tage neue Möglichkeiten für gemeinsame Beschäftigung in der Wohnung bieten.
Eine pauschale Erhöhung der Futtermenge ist wegen der sinkenden Temperaturen jedoch nicht notwendig. Viel wichtiger ist es, die Ernährung an die tatsächliche Aktivität, das Alter und die körperliche Verfassung deines Hundes anzupassen.
Wenn du regelmäßig das Gewicht kontrollierst, auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung achtest und Veränderungen frühzeitig erkennst, schaffst du eine gute Grundlage dafür, dass dein Vierbeiner gesund und aktiv durch die kalte Jahreszeit kommt.

