Reisen mit Hunden – so geht’s!

Dein Vierbeiner ist dein bester Freund? Jedes Mal, wenn ihr getrennt seid, blickst du sehnsüchtig auf den neusten Schnappschuss in Bauchkraule-Position? Und Reisen genießt du nur zur Hälfte, weil dein treuster Gefährte fehlt? Halt, nimm das Hündchen doch einfach in die Ferien mit! Jup, klar geht das. Hier siehst du, an was du dabei denken musst (und wann der Wedler trotz aller Liebe doch besser zu Hause aufgehoben ist).

Hundefreundliche Urlaube sind zum Beispiel:

  • Campingtrip (vorher checken, ob Hunde erlaubt sind)
  • Strandurlaub (wenn du bereit bist, immer ein schattiges Fleckchen für deinen felligen Liebling zu suchen)
  • Urlaub am See
  • Wanderurlaub (Geht auch mit kleinen Hunden, die schnell müde werden. Die kommen dann in den Hunderucksack.)
  • Roadtrip (nur für Hunde, die gerne mit dem Auto fahren)
  • Urlaub am Boot (vorher unbedingt ausprobieren, ob dein Vierbeiner die Wellen gut verträgt oder seekrank wird)

Hundeunfreundliche Urlaube sind dagegen:

  • Städtetrips mit viel Kultur, Museen, Ausgehen
  • Camping oder Wandern in Nationalparks, in denen Hunde nicht erlaubt sind
  • Festivals
  • Länder, die besonders strenge Vorgaben zur Einreise mit Tieren haben (z. B. Australien, Japan, Fidschi, Island). Hunde müssen hier erst in Quarantäne, bevor sie mit dir auf Entdeckungstour gehen dürfen.

Vorsicht: Bei Zielen, die du nur mit dem Flugzeug erreichst, lohnt es sich ebenfalls, kurz nachzudenken. Du kannst zwar mit deinem Hund fliegen, aber das bedeutet meist viel Stress für Hund und Herrchen oder Frauchen. Größere Hunde müssen in den Frachtraum, wo sie fremden Gerüchen, Geräuschen und Bewegungen ausgesetzt sind. Du weißt am besten, wie empfindlich oder unempfindlich dein Vierbeiner auf so eine Stresssituation reagiert – und kannst bei kürzeren Urlauben überlegen, ob der Flug fürs Hündchen wirklich sinnvoll ist.

Es kommt natürlich auch sonst ein bisschen auf den Hundecharakter an, ob du und dein Wuffi ein Urlaubs-Dreamteam seid oder ob eher Stress angesagt ist. Ist dein Kuschelfreund entspannt und abenteuerlustig, steckt er oder sie Veränderungen gut weg und ist in jeder neuen Umgebung gleich zu Hause? Das sind gute Zeichen!

Kein optimaler Reisegefährte ist dein Hund, wenn er oder sie …

… viel Angst vor fremden Menschen, lauten Geräuschen und unbekannten Dingen hat

… gerne und viel bellt (besonders in Hotels ist das problematisch)

… nicht gut erzogen ist

… um jeden Preis von allen Menschen gestreichelt werden will

… trächtig, krank oder verletzt ist

… besonders alt ist

Reisevorbereitung für den Trip mit Hund

Schritt Nummer 1: Bestimme, ob dein Hund überhaupt reiselustig ist. Schritt Nummer 2: Wähle dein Ziel schlau aus und checke, ob es sich um eine hundefreundliche Gegend handelt. Hast du gemacht? Super!

Was du außerdem abklären musst, falls es ins Ausland geht: Welche Dokumente und Impfungen braucht dein Hund für die Einreise? Manche Länder haben unterschiedliche Anforderungen für verschiedene Rassen. Fluglinien verlangen spezielle Zertifikate oder Papiere für den Transport von Tieren, und auch andere öffentliche Transportmittel könnten genaue Vorschriften haben. Ebenfalls gut zu wissen: Welche Einstellung haben die Einheimischen am Zielort gegenüber Hunden? Sind die Vierbeiner an den meisten öffentlichen Orten, in Restaurants und Cafés, erlaubt oder verboten? Gibt es überhaupt eine „Hund-als-Haustier“-Kultur?

Sammle sämtliche Infos rechtzeitig. So ist genug Zeit, damit ihr beim Tierarzt eventuelle Impfungen erneuern, Dokumente beantragen oder wichtige Dinge zur Reise besprechen könnt.

Packliste für Reisen mit dem Hund:

Gut erzogene Hunde reisen besser!

Dein Wuffi soll auf Befehle wie „Sitz“ und „Bleib“ reagieren und gut an der Leine gehen. Nicht bei jeder Hundesichtung einen Bellanfall bekommen – und auch nicht voller Begeisterung an jedem Menschen raufspringen wollen. Er oder sie muss es aushalten, mal ein paar Stunden allein im Körbchen zu schlummern. Denn sogar der liebste Wedler könnte mal in der Unterkunft bleiben müssen, während du ein schickes Abendessen genießt. Und ein Hund mit Vorzeige-Manieren bringt dir bei Gastgebern, Rezeptionspersonal und anderen Reisenden Sympathiepunkte ein!

 

Sicherheit bei der Reise mit dem Hund

Ihr braucht unbedingt eine stabile Leine und ein Halsband mit Anhänger. Auf dem stehen der Name deines Hundes, dein Name und eine Kontaktnummer – eventuell die deines Hotels.

Der Hund ist gechippt? Hervorragend! Sieh auch zu, dass du ein aktuelles Foto vom Hündchen am Handy hast. (Gib’s zu: Das hast du sowieso IMMER, oder?) Sollte er entscheiden, dass er kurz mal abhauen will, dann kannst du Passanten mit dem Foto viel besser fragen, ob sie den Ausreißer gesehen haben.

Und weil wir schon beim Thema „Abhauen“ sind: Denk immer daran, dass sowohl du als auch dein Wauzi hier ganz fremd seid. Darum müsst ihr immer zusammenbleiben. Wenn ihr euch erst mal verloren habt, findet ihr euch wahrscheinlich sehr schwer wieder … Was das im Klartext bedeutet? Im Zweifelsfall den Hund bitte niemals von der Leine lassen – besonders nicht, wenn er oder sie „meistens auf den Namen hört“.

Besonders schlaue Herrchen und Frauchen haben eine digitale Kopie von Krankheitsgeschichte und Impfpass des Hundes auf dem Smartphone gespeichert. Dann kannst du diese wichtigen Infos jederzeit und von überall abrufen, wenn es einmal nötig ist.

Und sieh dir schon im Vorfeld an, wo in der Gegend sich der nächste Tierarzt befindet. Speichere Nummer und Adresse ab und schlaf nachts noch ein bisschen besser!

Reisen mit dem Hund – das gibt’s zu beachten

Denk immer an Klopausen für das Hündchen! Am besten übt ihr vorher, auf verschiedene Oberflächen zu „machen“. Wenn der Hund nur die Wiese gewöhnt ist, könnte das problematisch werden. Und nicht vergessen, ausreichend Kotbeutel mitzunehmen. In manchen Städten stehen hohe Strafen auf liegengelassene Hundehaufen.

Pack ein spannendes, neues Spielzeug ein, aber auch einige alte, vertraute Spielsachen.

Es gibt faltbare Hundeschüsseln, die sehr platzsparend verstaut werden können. Die sind toll für unterwegs. Füttere den Wuffi zu Hause schon einige Male aus der Reiseschüssel, damit er oder sie sich daran gewöhnt.

Nimm einen ausreichend großen Vorrat des vertrauten Hundefutters mit. So muss sich kein nervöser Hundemagen unterwegs auf neue Nahrung umstellen. Wenn dir die Leitungswasserqualität am Urlaubsort suspekt ist, füll den Hundewassernapf mit gekauftem Trinkwasser aus der Flasche. Was du nicht trinken würdest, bekommt besser auch Fido nicht. Und vergiss nicht, eventuell nötige Medikamente einzupacken.

Ganz wichtig: Lass den Hund direkt nach einer stressigen Anreise beim Futter oder Wasser nie „richtig reinhauen“. Zu schnell fressen oder trinken + Reisestress = Mageninhalt will gleich wieder raus! Verteile lieber mehrere kleine Portionen oder Schlucke.

Kleine Hunde, die schnell müde werden, freuen sich, wenn sie in einen Hunderucksack dürfen. Wenn ihr viel geht oder wandert, kannst du deinen Gefährten dort reinsetzen und bequem mit dir tragen.

Hundegefährten finden

Genießt die Vorteile, die eine Reise mit Hund bringt, indem ihr viele neue Freundschaften mit anderen Hunden und deren Herrchen und Frauchen schließt. Besuch Hundeparks, frag in einer lokalen Tierhandlung nach Hundetreffs oder sprich andere Hundebesitzer einfach an. Einen besseren Gesprächseinstieg kannst du dir kaum wünschen!

Wo sind Hunde willkommen?

Wenn du in ein Restaurant oder Café gehen oder zum ersten Mal in einem neuen Hotel übernachten möchtest, frag immer vorher nach, wie die Hunderegelungen ausschauen. Geh niemals davon aus, dass Hunde erlaubt oder verboten sind – auch wenn die Website vielleicht auf etwas in dieser Richtung hindeutet. Oft verändern Besitzer oder Manager die Hundepolitik nach einem besonders positiven oder negativen Erlebnis. Achtung in Nationalparks: Da sind Hunde oft verboten, damit Wildtiere besser geschützt sind.

Nimm Rücksicht auf kulturelle Unterschiede. In manchen Kulturen haben Haushunde einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Darum darfst du nie annehmen, dass dein Hündchen überall so akzeptiert wird, wie du es dir wünscht. Aber noch einmal: Ein gut erzogener Hund wird viel lieber gesehen und vielleicht sogar geknuddelt als einer, der ständig kläfft und versucht, seine schlammigen Pfotenabdrücke auf Möbeln und Kleidung zu hinterlassen …

Es gibt verschiedene praktische Apps, die dir helfen, hundefreundliche Aktivitäten und Ziele ausfindig zu machen. Bei der App All Trails zum Beispiel kannst du nach Wanderungen filtern, auf denen Zwei- und Vierbeiner zugelassen sind. Und mit Bring Fido suchst du nach hundefreundlichen Hotels und Restaurants.

Fliegen mit dem Hund – so übersteht ihr die Reise mit dem Flugzeug

Eines vorweg: Fliegen mit dem Hund ist leider (fast) immer eine stressige Sache. Größere Hunde müssen in den Frachtraum. Kleine Gefährten dürfen zwar mit in die Kabine, aber nur in einer Transportbox. Oft ist das entscheidende Kriterium, ob die Transportbox unter den Vordersitz passt. Das Gewicht des Hundes mitsamt der Box spielt ebenfalls eine Rolle. Leichte Transportboxen aus festem Stoff sind deshalb manchmal besser geeignet als solche aus Hartplastik. Für die Flugreise sollte dein Hund außerdem mindestens acht Wochen alt sein und feste Nahrung fressen.

Jede Fluglinie hat eigene Regeln dazu, welche Hunde wie transportiert werden können. Und die Regelungen verändern sich leider häufig. Es gibt sogar Fluglinien, die grundsätzlich gar keine Tiere mitnehmen. Es schadet darum nie, wenn du dir wichtige Auskünfte schriftlich geben oder bestätigen lässt. Was du unbedingt fragen solltest, bevor du auf den Buchungs-Button klickst:

  • Welche Transportbedingungen gibt es für Tiere?
  • Wie groß und schwer (mitsamt dem Hund) darf die Transportbox sein?
  • Welche Temperatur herrscht im Frachtraum?
  • Welche Papiere braucht der Hund?
  • Welche Dokumente sind nötig? Viele Fluglinien verlangen ein aktuelles Gesundheitszeugnis. Auch Tollwut- und andere Impfzertifikate sind häufig vorgeschrieben. Welche sind das und in welcher Sprache müssen sie sein?
  • Wann müsst ihr am Flughafen sein, und wie sieht das Check-in-Prozedere aus?

Oft gibt es spezielle Regeln zu bestimmten Hunderassen. Vergiss bei Anfragen nicht, die Rasse deines Hundes zu erwähnen.

Stumpfnasige Hunde (Mops, Pekinese, Shih Tzu, Boston Terrier, …) zum Beispiel haben häufig Schwierigkeiten beim Atmen. Durch den Reisestress könnten diese Probleme stärker werden. Viele Fluglinien transportieren stumpfnasige Hunde deshalb nicht im Frachtraum. Frag im Zweifelsfall den Tierarzt deines Vertrauens, ob dein Hündchen gefährdet sein könnte.

Kläre sämtliche Fragen möglichst früh und buche das Ticket für den Hund direkt, wenn du deines kaufst. Häufig gibt es ein Maximal-Limit dazu, wie viele Tiere auf einem Flug mitgenommen werden. Und die Genehmigungen werden auf einer „Wer zuerst kommt, darf mit“-Basis vergeben.

Achtung: Fluglinien dürfen den Transport deines Hundes jederzeit verweigern, wenn:

  • Es am Flughafen oder in Transitflughäfen wetterbedingt zu heiß oder zu kalt ist, und die Sicherheit deines Hundes aus diesem Grund nicht gewährleistet ist
  • Die Transportbox zu groß oder zu schwer ist oder sie aus einem anderen Grund nicht den Vorschriften entspricht
  • Der Hund nicht die passenden Papiere für Flug oder Zielland hat

Optimale Zeit für die Flugreise mit dem Hund

Buche die Flugroute klug. Direkt soll sie sein. Und wenn es möglich ist, dann flieg nicht zu den Hauptreisezeiten. Zu denen geht es am Flughafen schließlich besonders hektisch zu. Wenn ihr ein heißes Land anfliegt, entscheide dich für einen Flug, der entweder frühmorgens oder spät am Nachmittag ankommt. Dann sind die Temperaturen etwas angenehmer und dein Hund hat mehr Zeit, um sich ans Klima zu gewöhnen. Wenn es am Zielort kalt ist, nimm eventuell ein Hundejäckchen mit, damit es keine Erkältung gibt.

Vor der Flugreise zum Tierarzt

Der Besuch beim Tierarzt wird höchstwahrscheinlich nötig sein, weil du die nötigen Hundepapiere für Fluglinie und Reiseland besorgen musst.

Bei dieser Gelegenheit könnt ihr auch gleich besprechen, ob Beruhigungsmittel für deinen Hund während der Reise sinnvoll sind. Achtung: Beruhigungsmittel können Kreislaufprobleme auslösen und sollten nicht unbedacht verschrieben werden. Viel gesünder ist es, wenn ihr – du und der Wuffi – euch direkt vor der Reise ordentlich auspowert. Dann ist dein Vierbeiner automatisch entspannter, weil er müder ist.

Tipps für eine angenehmere Flugreise:

Komm rechtzeitig am Flughafen an, damit ihr noch einige entspannte Runden drehen (und Pipipausen einlegen) könnt.

Füttere deinen Hund nicht direkt vor dem Flug, sondern besser einige Stunden im Voraus. Ein voller Magen bedeutet, dass dem Hündchen schneller schlecht wird.

Biete ihm oder ihr vor der Abreise etwas Wasser an – aber nicht so viel, dass die Blase gleich wieder voll ist.

Fülle vor längeren Flügen eine Wasserschüssel mit Eiswürfeln. Die stellst du in die Transportbox. Die Eiswürfel schmelzen langsam, sodass dein Hund trinken kann, ohne dass viel Wasser verschüttet wird.

Befestige eventuell eine Ziploc-Tüte mit Trockenfutter außen an der Transportbox. Wenn der Hund unerwartet irgendwo im Transit oder bei der Einreise hängen bleibt, könnte das Flughafenpersonal ihn oder sie eventuell füttern (obwohl leider nicht garantiert ist, dass das tatsächlich passiert).

Die Transportbox für Reisen mit dem Hund …

… schützt das Hündchen, ist für jede Flugreise Pflicht und für Autoreisen sehr empfehlenswert. Sie kann auch im Hotel oder AirBnB praktisch sein, weil der Hund darin einen vertrauten, sicheren Rückzugsort hat. Die Box soll:

  • Groß genug sein, dass der Hund aufstehen, sich umdrehen und wieder hinlegen kann
  • Stabil und sicher verschließbar sein
  • Gut aufzuheben und zu tragen sein
  • Innen keine Ausbuchtungen haben, an denen sich der Hund verletzten könnte
  • Einen festen, tropfsicheren Boden haben
  • Mit einem weichen, saugfähigen Material ausgelegt sein
  • An zwei gegenüberliegenden Seiten Belüftungsöffnungen haben
  • Einen eigenen Platz für ein Adressschild mit deinen Kontaktdaten haben

Polstere die Box mit einer bequemen Decke oder Matte aus und lege das Lieblingsspielzeug deines Hundes oder ein Kleidungsstück von dir hinein.

Am besten gewöhnst du deinen Wuffi schon lange vor der (Flug)reise an die Box: Schließ ihn oder sie immer wieder darin ein. Ausgiebige Belohnungen danach nicht vergessen!

Reisen mit dem Auto

Roadtrip mit dem neuen Welpen? Das könnte stressig werden! Dein Hündchen ist autoreise-bereit, wenn er oder sie gut ans Autofahren gewöhnt ist. Neue vierbeinige Familienmitglieder lernen das Vehikel erst im stehenden Zustand kennen, dann auf kurzen und schließlich auf immer längeren Strecken.

Auch im Auto ist eine Transportbox sicher, praktisch und angenehm für Hunde, Herrchen und Frauchen.

Was du für die Autoreise mit dem Hund beachten musst:

  • Wenn der Vierbeiner unter Reisekrankheit leidet, dann startet den Trip mit leerem Magen
  • Du musst immer Wasser und eine Trinkschüssel dabeihaben und den Hund bei kleinen Pausen regelmäßig trinken lassen
  • Lüfte das Auto gut durch, wenn die Luft abgestanden ist. Wenn dein Hund in einer Box sitzt, muss die Luft darin zirkulieren können. Die Belüftungsöffnungen dürfen nicht blockiert sein.
  • Lass den Hund nicht mit dem Kopf aus dem Fenster schauen (auch wenn das verdammt süß aussieht). Das könnte Augenkrankheiten oder Verletzungen zur Folge haben.
  • Nicht auf der Tragfläche mitfahren lassen; das ist sehr gefährlich, denn dein Hund könnte vom Auto fallen.
  • Legt regelmäßige Stopps für kleine Spaziergänge und Toilettenpausen ein; Kotbeutel nicht vergessen
  • Wenn Kiddies dabei sind: Den Hund bei der Autofahrt bitte nie ärgern – die Situation ist ohnehin schon stressig genug!

Und ganz wichtig: Lasst den Hund niemals alleine im Auto – auch dann nicht, wenn ihr „nur einen Moment weg seid“ oder „es ja nicht so heiß ist“. Autos heizen sehr schnell auf und können zur tödlichen Falle für den Vierbeiner werden!

Reisen mit Zug und Bus

Hier sind die Vorschriften von Land zu Land und sogar von Transportgesellschaft zu Transportgesellschaft anders. Eine eigenständige Recherche ist angesagt! Bei der Deutschen Bahn zum Beispiel darfst du kleine Hunde kostenlos in einer Transportbox mitnehmen. Größere Hunde müssen an die Leine. Es herrscht Maulkorbpflicht, und du musst ein Halbpreis-Ticket lösen.

Pass auf, dass dein Hund so liegt, dass auch in übervollen Gängen keine Mitreisenden aus Versehen auf seine oder ihre Rute treten können.

Hunde im Hotel

Es gibt mittlerweile viele Hotels speziell für das Team aus Hund und Herrchen bzw. Frauchen. Dort trefft ihr natürlich auf besonders viel Verständnis fürs Hundebenehmen.

Auch in „gewöhnlichen“ Hotels sind Hunde oft erlaubt. Manche Hotels verlangen dabei eine hohe Haustiergebühr oder Kaution, andere gar nichts. Wenn dein Hündchen besonders klein ist, könntest du eventuell höflich um einen Rabatt bitten. Bei AirBnB kannst du direkt nach hundefreundlichen Unterkünften filtern.

Frag vor der Buchung trotzdem noch mal nach, wie die Hundepolitik im Hotel deiner Wahl aussieht.

Wichtig: Hotelaufenthalte mit Hund sind nur entspannt, wenn du keinen Kandidaten hast, der bei jedem Geräusch jenseits der Türe einen Kläffanfall bekommt. Da wäre ein kleines Ferienhaus besser geeignet. Lass dein Hündchen im Zweifelsfall nicht allein im Zimmer. Viele Hunde fangen jetzt aus Angst oder Langeweile zu bellen an – und du hast am nächsten Morgen beim Frühstück keine Ahnung, warum dich die anderen Gäste so böse anstarren …

Hast du ein hundefreundliches Hotel gefunden? Super! Aber denk bitte daran, dass das Benehmen deines Vierbeiners mit darüber entscheidet, wie hundefreundlich deine Unterkunft in Zukunft sein wird: Eine schlechte Erfahrung mit einem einzigen Hund könnte Hotels durchaus dazu bringen, ihre Hundepolitik zu verändern.

Vergiss nicht, dass nicht jeder so ein Hundefan ist wie du. Gut erzogene Hunde findet aber (fast) jeder sympathisch. Was du machen kannst, um dich und dein Fellknäuel beliebt zu machen:

  • Um ein Zimmer im Erdgeschoß bitten, damit du nicht für jeden Toilettengang durch das gesamte Hotel marschieren musst
  • Nur mit Leine durch Hotel und Gelände spazieren und keine Toilettenpausen am Hotelgelände einlegen
  • Toilettenunfälle sofort selbst beseitigen
  • Eigenes Handtuch mitnehmen, um einen regennassen Wedler abzutrocknen
  • Hund nicht zum Frühstück oder Pool mitnehmen
  • Fragen, wann das Reinigungspersonal kommt, damit ihr beide das Zimmer verlassen könnt
  • Kauspielzeug einpacken (damit nicht an Sesselbeinen oder Bettpfosten herumgekaut wird)

Gleich nach der Ankunft:

  • Mach das Zimmer hundesicher: Blockiere freiliegende Kabel, sieh dich nach gefährlichen oder verschluckbaren Gegenständen um und verstecke alles, was zerkaut oder gefressen werden könnte.
  • Stell ein Körbchen für den Hund auf oder breite eine weiche Decke aus
  • Eventuell deckst du das Bett mit einer dünnen Extra-Decke ab, damit es keine Pfotenabdrücke auf der Hotelbettwäsche gibt
  • Biete dem Hund etwas Wasser oder Futter an
  • Frag gleich nach Parks und Spazierwegen und drehe direkt nach dem Einchecken die erste Runde, um kleine Aufregungsmalheure zu vermeiden.

Viel Spaß!