Flohmittel Hund – Wirksame Prophylaxe und Behandlung bei Schädlingsbefall

Update vom 8. Mai 2021

Frontline vet. Spray ist wieder verfügbar und wurde wieder mit in den Vergleich aufgenommen.

Zum Schutz vor einem Flohbefall wird meist ein Flohmittel beim Hund eingesetzt. Dieses bewirkt nicht nur die Beseitigung der erwachsenen Tiere, sondern gewährleistet auch die Vernichtung ihrer Eier. Allerdings ist die Auswahl an entsprechenden Präparaten sehr groß.

Schon aufgrund der unterschiedlichen Wirkstoffe ist es hilfreich, eine Hilfestellung zu bekommen. Dazu kommt die Darreichungsform, die ebenfalls eine Rolle spielt. Wie handelt man bei einem Befall richtig und wie kann man vorbeugen?

Flohmittel für Hunde Testsieger 2021

ADVANTAGE 100 Lösung f.Hunde 4-10 kg 4 St

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Spot-On gegen Floh- und Haarlingsbefall, Wirkstoff: Imidacloprid, für Hunde zwischen 4 und 10 kg, 6 Wochen Wirksamkeit

Schutzmittel gegen Flöhe und Haarlinge: Das ADVANTAGE 100 Lösung f.Hunde

ist ein Flohschutz für Hunde, der mit dem Wirkstoff Imidacloprid versehen ist. Dieser bekämpft nicht nur Flöhe, sondern auch Haarlinge. Somit wird der Hund gleich vor mehreren Schädlingen gleichzeitig geschützt.
Das Produkt wird hauptsächlich zur Prophylaxe eingesetzt, kann aber ebenso bei einem akuten Befall zum Einsatz kommen. Es ist für Hunde der Gewichtsklasse zwischen vier und zehn Kilogramm geeignet. Bei Welpen unter einem Alter von acht Wochen sollte es nicht verwendet werden.
Das Spot-On wird in den Nacken geträufelt, nachdem beim Hund ein Scheitel im Fell gezogen wurde. Die Behandlung wird alle sechs Wochen empfohlen, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten. Außerdem empfiehlt der Hersteller, es an mehreren Stellen auf dem Rücken anzuwenden.
Viele der Nutzer beschreiben, dass sie die Lösung sehr leicht auf ihrem Haustier aufbringen konnten und es ihm nicht geschadet hat. Nebenwirkungen seien keine aufgetreten. Leider ist es in einem anderen Fall dazu gekommen, dass der Hund auf das Mittel mit Zittern, Erbrechen und Appetitlosigkeit reagiert hat.
Die Wirksamkeit bestätigen viele Käufer. Sie sind mit ADVANTAGE 100 Lösung f.Hunde sehr zufrieden und haben sie erfolgreich zur Prophylaxe verwendet. Bei einem akuten Fall berichtete ein Nutzer allerdings, dass sein Hund auch nach drei Tagen noch von Flöhen befallen war.
Der Hersteller gibt an, dass die Wirksamkeit bis zu sechs Wochen beträgt. Von ein paar Tierhaltern wurde bemerkt, dass es nur zwei Wochen angehalten habe. Allerdings scheint es sich hier um Fälle zu handeln, die nur relativ selten vorkommen und nicht der Regel entsprechen.
Einige der Nutzer verwenden das Produkt hauptsächlich im Sommer und lassen es im Winter aus. Der Hersteller empfiehlt jedoch, das Mittel ganzjährig anzuwenden.
Kritik wurde daran geübt, dass es neben den Flöhen nur Haarlinge fernhält und keine Zecken. Hierfür muss zusätzlich ein anderes Mittel angewandt werden, wogegen sich viele der Besitzer sträuben.
Insgesamt konnte mit dem ADVANTAGE 100 Lösung f.Hunde jedoch eine ganz gute Prophylaxe betrieben werden. Die meisten Hundebesitzer wenden es dauerhaft an und bemerken seitdem keinerlei Flöhe mehr auf ihrem Vierbeiner. Kommt es dennoch einmal zu einem Befall, sind die Schädlinge relativ schnell verschwunden und bleiben dem Hundekörper auch fern.

Vorteile:
  • hohe Wirksamkeit bei vielen Hunden
  • leicht aufzutragen
  • bekämpft Flöhe und Haarlinge
  • wird von vielen Hunden gut vertragen
  • hilft bei akutem Befall recht schnell

Nachteile:
  • manche Hunde hatten eine negative Reaktion nach der Anwendung
  • wirkte in einzelnen Fällen nur zwei Wochen
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Seresto Halsband für große Hunde

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Anti-Floh-Halsband, Wirkstoff: Imidacloprid und Flumethrin, bekämpft Flöhe, Flohlarven, Haarlinge und Zecken, bis zu 8 Monate wirksam

Vielseitiges Schutz-Halsband: Wer auf der Suche nach einem Produkt ist, das nicht nur Flöhe und Haarlinge abtötet, sondern auch vor Zecken schützt, kann es mit dem SERESTO 4,50g + 2,03g Halsband für Hunde

versuchen. Es ist neben Flöhen, Haarlingen und Zecken auch wirksam bei der Bekämpfung von Flohlarven. Sie sterben innerhalb von 48 Stunden ab.
Der Hersteller schreibt, dass das Halsband einfach um den Hals des Hundes gelegt wird und für einen Zeitraum von acht Monaten Schutz bietet. Die meisten Nutzer sind von der Wirkung des Halsbandes überzeugt und kaufen es daher jährlich wieder.
Das SERESTO 4,50g + 2,03g Halsband für Hunde lässt sich optimal an den Halsumfang des Hundes anpassen und bleibt auch dort, wo es sein soll. Was die Verträglichkeit angeht, ist es bei vielen Hunden ohne Probleme anwendbar. In einem Fall löste es allerdings eine Allergie aus.
Leider zeigte das SERESTO 4,50g + 2,03g Halsband für Hunde manchmal keinerlei Wirkung. Der betroffene Hund brachte trotz des Halsbandes immer wieder Zecken mit nach Hause.

Vorteile:
  • einfach anzulegen
  • hohe Wirksamkeit bei vielen Hunden
  • wird von den meisten gut vertragen
  • schützt bis zu acht Monate am Stück
  • Prophylaxe gegen Flöhe, Haarlinge, Flohlarven und Zecken

Nachteile:
  • wirkte in einzelnen Fällen nicht
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Frontline vet. Spray 250ml

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Anti-Floh-Spray, Wirkstoff: Fipronil, gegen Flöhe, Zecken und Haarlingsbefall

Flohspray zur akuten Behandlung: Das Frontline vet. Spray

ist hauptsächlich zur Behandlung eines akuten Floh- oder Haarlingsbefalls zu verwenden. Es ist ideal zum Aufsprühen im Hundekörbchen und an anderen Liegeplätzen des Hundes geeignet, um dort Flohlarven und erwachsene Tiere abzutöten. Gleichzeitig kann man den Hund selbst ebenfalls mit dem Spray behandeln.
Als Wirkstoff verwendet das Spray Fipronil und sollte daher mit Vorsicht angewandt werden. Die Dosierungsempfehlung befindet sich direkt auf der Flasche. Viele Hunde haben das Frontline vet. Spray sehr gut vertragen, bei anderen blieb jedoch eine Wirkung aus.
Viele der Nutzer beschreiben, dass sie im akuten Fall lediglich ein paar Stunden warten mussten, bis der Hund nach der Behandlung mit dem Spray vollkommen frei von Flöhen war. Ein paar Hunde fanden es unangenehm, mit dem Spray behandelt zu werden.
Das Mittel war zwar wirksam und verursachte keine Nebenwirkungen, der Auslöser für das Unwohlsein war eher das Sprühgeräusch, welches von der Frontline vet. Spray Flasche ausging. Leider erwähnt der Hersteller nichts zum Zeitraum seiner Wirksamkeit.

Vorteile:
  • einfache Anwendung bei Hunden und Katzen
  • wirkt bei vielen Hunden langfristig sehr gut
  • bei Flohbefall auch für Körbchen, Decke, etc. verwendbar
  • für viele Hunde gut verträglich
  • schnelle Wirksamkeit in akuten Fällen

Nachteile:
  • zeigt in Einzelfällen keinerlei Wirksamkeit
  • manche Hunde hatten Probleme beim Aufsprühen wegen des Geräuschs
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Flohmittel für den Hund kaufen – welche Aspekte sind dabei wichtig? 

Der Befall mit Flöhen ist kein Zeichen mangelnder Pflege oder schlechter Ernährung. Im Prinzip kann dies jedem Hund passieren. Hierzu genügt alleine der Kontakt mit einem anderen Vierbeiner, der nicht einmal ein Hund sein muss.

Mit dem richtigen Flohmittel lässt sich allerdings eine gewisse Prophylaxe betreiben und im Ernstfall macht es den Schädlingen rasch den Garaus. Bei der Nutzung stellt sich allerdings immer die Frage, von welchem Inhaltsstoff man Gebrauch macht und wie man das Mittel am besten verabreicht. Genauso sollte man etwas zur Dosierung des Mittels wissen.

Glücklicherweise gibt es unterschiedliche Präparate, die man sowohl zur Prophylaxe, als auch zur akuten Behandlung verwenden kann. Hier gilt es nur das Richtige zu finden. Ferner sollte man klären, wie man in einem akuten Fall am besten handelt, um dem Befall effektiv entgegenzuwirken.

Wie sinnvoll ist die Verwendung von Flohmitteln beim Hund?

Hundeflöhe übertragen sich binnen weniger Sekunden von Hund zu Hund, da sie sehr gut springen können. Ein Spaziergang kann hierfür bereits ausreichen. Das Problem: Die Schädlinge verbreiten sich innerhalb sehr kurzer Zeit und stellen für den Hund eine immense Belastung dar.

Da Flöhe am Tag bis zu 50 Eier im Fell ablegen, kann man sich sehr gut ausmalen, wie schlimm die Auswirkungen innerhalb kurzer Zeit sein können. Gut zu wissen ist allerdings, dass sie bei Temperaturen über 40 Grad Celsius absterben und sie bei weniger als fünf Grad Celsius ihre Fortpflanzung einstellen.

Der Hundefloh ernährt sich für gewöhnlich vom Blut seines Wirts, welches er mittels besonderer Kauwerkzeuge aus der Haut des Hundes zieht. Er geht zwar auch auf den Menschen, richtet bei ihm allerdings keinen Schaden an. Sie nutzen ihn ausschließlich, um sich weiterzuverbreiten.

Aufgrund der schnellen Vermehrung und der Leichtigkeit der Übertragung ist es immer sinnvoll, ein Flohmittel beim Hund zu benutzen. Dazu kommt, dass es nicht nur im Sommer empfehlenswert ist, sondern auch im Winter. Gerade in Innenräumen fühlen sich die Schädlinge besonders wohl und bleiben dort, bis es draußen wieder wärmer wird.

Außerdem ist es immer empfehlenswert, eine gewisse Prophylaxe zu betreiben. Denn kommt es erst einmal zu einem Befall, hat man mehr Arbeit, als wenn man vorsorgt.

Welche Wirkstoffe sind effektiv gegen Flohbefall?

Zur Bekämpfung der Flöhe wird innerhalb eines Flohmittels für den Hund immer ein bestimmter Wirkstoff eingesetzt. Dabei handelt es sich überwiegend um chemische Stoffe, welche die Vermehrung der Schädlinge verhindern oder die ausgewachsenen Tiere abtötet. Typisch sind dabei die folgenden Substanzen:

  • Fipronil: Hierbei handelt es sich eigentlich um ein Pflanzenschutzmittel, welches auf Parasiten wirkt wie ein Nervengift. Es lähmt die Schädlinge und tötet sie ab. Der Vorteil: Der Hundekörper nimmt das Gift nicht auf, da es sich nur in der obersten Hautschicht ablagert. Es besitzt eine Wirksamkeit von etwa sieben Wochen und kann neben Flöhen auch Zecken und Milben abtöten.
  • Selamectin: Dieser Stoff wird gegen Flöhe, Würmer und Milben eingesetzt. Er schränkt ihre Bewegungsfähigkeit ein und sorgt dafür, dass die Schädlinge keine Eier mehr legen. Es ist allerdings nur bis zu elf Tage wirksam.
  • Imidacloprid: Ebenfalls ein Pflanzenschutzmittel, welches Läuse und Flöhe abtötet.
  • Pyrethroid: Ein Nervengift, welches erfolgreich als Insektenschutz verwendet wird. Es kann bei der Vorbeugung helfen, sollte von Katzen jedoch ferngehalten werden. Für Hunde ist es dagegen in geringen Dosen ungiftig.
  • Lufenuron: Dieses Mittel gewährleistet eine besonders lange Wirksamkeit, weil es sich in der Fettschicht der Haut ablagert und schrittweise ins Blut abgegeben wird. Weibliche Flöhe nehmen es mit ihrem Biss auf und werden abgetötet. Zudem wird die Vermehrung erschwert.
  • Methopren: Der Nachteil dieses Wirkstoffs besteht darin, dass er gegen erwachsene Flöhe unwirksam ist und lediglich die Larven angreift. Daher wird er immer seltener eingesetzt.
  • Permethrin: Ein Pflanzenschutzmittel, welches für Katzen giftig ist, für Hunde jedoch nicht. Es wird meist zur Vorbeugung verwendet.

Natürlich stellt sich die Frage, welcher Wirkstoff der Beste ist. Allerdings lässt sich hierauf keine wirkliche Antwort geben, weil viele Hunde auf die Wirkstoffe anders reagieren als andere. Es gibt welche, die auf Fipronil allergisch reagieren, mit Imidacloprid aber kein Problem haben.

Hier sollte man sich grundsätzlich von einem Tierarzt beraten lassen, um das richtige Mittel zu finden und im Sinne des Hundes und seiner Gesundheit handeln.

In welchen Formen wird ein Flohschutz für den Hund angeboten?

Flohmittel werden auf unterschiedliche Arten verabreicht. Hierbei kommt es vor allem auf den Hund an und was dieser verträgt. Daher folgt hier nun ein Überblick zu den verfügbaren Darreichungsformen.

  • Tabletten: Sie kommen immer öfter auf, sollten aber mit Vorsicht behandelt werden. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Gift, selbst wenn die Dosis nicht besonders hoch ist. Tabletten werden außerdem über die Nieren und Leber abgebaut, was auf Dauer nicht optimal ist. Sie werden einfach über das Futter verabreicht.
  • Spray: Es kann auf dem Hund als auch in der Umgebung zur Bekämpfung von Flöhen eingesetzt werden. Es ist besonders nützlich, wenn es zu einem Befall kommt und Dinge wie Körbchen und Co. gereinigt werden müssen.
  • Shampoo: Es wird angewandt, wenn ein Flohbefall vorhanden ist. Diese Vorgehensweise kennt man auch vom Menschen, wenn dieser von Flöhen oder Läusen befallen wurde. Das Produkt wird mehrfach verwendet, sollte aber von einem anderen Präparat zusätzlich unterstützt werden.
  • Spot-Ons: Sie werden in den Nacken des Hundes geträufelt, direkt auf die Haut. So verteilt sich der Wirkstoff zuverlässig. Der Vorteil: Sie sind über mehrere Wochen wirksam.
  • Halsbänder: Sie werden einfach um den Hals des Hundes gelegt und sind mit einem Mittel versetzt, welches gegen die Flöhe ankämpft und sie fernhält. Sie sind ebenso über einen längeren Zeitraum einsetzbar, können aber Hautreizungen um den Hals herum verursachen.
  • Saft: Er wird, wie auch die Tabletten, vom Hund eingenommen und besitzt dieselben Vor- und Nachteile. Der Saft wird oral mittels Spritze eingegeben oder aber über das Futter.
  • Puder: Ähnlich wie beim Shampoo wird der Hund mit dem Puder behandelt und eingerieben. Seine Verwendung ist auch bei einem akuten Befall angezeigt, ergänzt durch ein anderes Präparat. Allerdings sollte man bei seiner Anwendung gewissenhaft bei der Verteilung sein, um jeden Winkel damit einzustäuben.

Für welche Darreichungsform man sich entscheidet, hängt vom Hund ab und wie leicht dieser das Mittel zu sich nimmt. Ferner spielt es eine Rolle, ob ein akuter Befall vorliegt oder ob man nur vorbeugen möchte. Bei akuten Fällen sind zum Beispiel Shampoo, Puder und Spray ideal, bei der Vorbeugung helfen unterschiedliche Spot-Ons.

Auf welche Dinge beim Kauf noch zu achten ist

Beim Kauf eines Flohschutzes für den Hund spielen neben der Darreichungsform und der Art des Wirkstoffs noch andere Faktoren eine Rolle. Diese sehen wie folgt aus:

  • Verwendungszweck: Einige Flohmittel werden zur akuten Behandlung von Flöhen, Milben und Haarlingen eingesetzt. Andere dienen wiederum der Vorbeugung. Daher ist es wichtig, bei der Wahl des richtigen Flohmittels für den Hund darauf zu achten, ob das Präparat den Verwendungszweck unterstützt.
  • Natürlich/chemisch: Es gibt neben den chemischen Produkten natürlich auch welche mit natürlichen Inhaltsstoffen. Hierbei muss jeder selbst entscheiden, ob er das eine oder andere nutzen will. Chemische Wirkstoffe sind meist schneller wirksam, während bei manchen natürlichen Inhaltsstoffen die Wirkung vollkommen ausbleiben kann.
  • Gewichtsklasse: Diese wird dazu verwendet, um dem Tierhalter zu signalisieren, welche Dosierung das Mittel besitzt. Doch Vorsicht: So mancher Welpe kommt schon mit wenigen Wochen Lebensalter auf fünf Kilogramm. Von der Verwendung eines Flohmittels beim Welpen wird allerdings bis zu einem Alter von mindestens acht Wochen abgeraten. Hier richtet man sich am besten nach der Packungsbeilage.
  • Verträglichkeit: In diesem Punkt sollte man sich bestenfalls von einem Tierarzt beraten lassen. Wenn bereits Allergien beim Hund auf andere Substanzen vorhanden sind, ist es im Vorfeld immer empfehlenswert, diesen Punkt abzuklären.
  • Einzel-/Kombinationspräparat: Einige Flohmittel werden aus mehreren Wirkstoffen zusammengestellt, sodass sie neben Flöhen auch Zecken bekämpfen. Es ist allerdings immer eine Überlegung wert, ob man sich für ein solches entscheidet oder nicht. Von allergischen Hunden werden diese Präparate zum Beispiel manchmal nicht so gut vertragen.

Wie wird ein Flohbefall beim Hund erkannt?

In den meisten Fällen wird ein Flohbefall beim Hund daran erkannt, dass er anfängt sich zu kratzen. Damit ist nicht das zwischenzeitliche Kratzen gemeint, was Hunde ohnehin gelegentlich zeigen. Es erreicht eher einen exzessiven Zustand, denn der Hund kommt keine zwei Minuten ohne aus und verliert mit der Zeit stellenweise sein Fell, wenn er nicht behandelt wird.

Ob der Hund wirklich von Flöhen befallen ist, lässt sich meist anhand eines einfachen Tricks erkennen: Der Hund wird auf den Rücken gelegt und man begutachtet seinen überwiegend unbehaarten Bauch. Die Haut ist in diesem Bereich so hell, dass man meist schon erkennen kann, ob sich kleine schwarze Punkte auf ihm fortbewegen.

Eine weitere Möglichkeit bietet ein Flohkamm. Er besitzt sehr enge Zinken und wird durch das Fell des Hundes gezogen. Anschließend wird er auf einem Stück Küchen- oder Löschpapier ausgeklopft, das mit etwas Wasser angefeuchtet wird.

Zerreibt man das Papier anschließend zwischen den Händen, zeigt sich schnell, ob es sich um Schmutz oder Flöhe handelt: Verfärbt sich das Papier rot, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Flohbefall vor. Verantwortlich für die Verfärbung ist das Blut, dass die Flöhe vorher vom Wirt aufgenommen haben.

Sind Flohmittel für den Hund giftig?

Bei den typischen Flohmitteln muss man sich aber darüber bewusst sein, dass es sich um chemische Stoffe handelt. Diese können beim Hund einen gewissen Schaden anrichten, wenn man sie falsch anwendet. Doch ein Grundsatz, den man auch auf die Anwendung der Flohmittel beziehen kann, lautet: Die Menge macht das Gift.

Um keine Überdosierung zu riskieren, sind die meisten Flohmittel für den Hund in unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt. Es gibt zum Beispiel Präparate, die für Hunde bis zu einem Gewicht von zehn Kilogramm konzipiert sind. Unterdessen sind andere für die Verwendung bei Hunden zwischen zehn und bis zu 25 Kilogramm vorgesehen.

Bei der Nutzung von Sprays, Säften und anderen, frei dosierbaren Schutzmitteln ist es daher umso wichtiger die Packungsbeilage zu lesen. In dieser befindet sich die genaue Dosierung, nach der ein gewissenhafter Tierbesitzer handeln sollte.

Gleiches gilt auch bei der Einhaltung der Häufigkeit in Bezug auf die Verabreichung. Bei manchen Mitteln ist ein fester Zeitrahmen vorgegeben, der stets zu beachten ist.

Sofern man sich nach diesen Angaben richtet, ist die Gefahr einer Überdosierung so gering wie möglich. Wichtig: Wenn ebenso eine Katze im Haushalt lebt, ist es umso wichtiger auf die Inhaltsstoffe zu achten. Einige von ihnen, zum Beispiel Permethrin, sind für Katzen hochgiftig.

Wie oft sollte man ein Flohmittel für den Hund verwenden?

Die Häufigkeit der Verabreichung hängt vom jeweiligen Flohmittel selbst ab. Viele von ihnen sind über mehrere Wochen wirksam, während andere sogar ein halbes Jahr oder länger halten. Die jeweilige Wirkungsdauer ist für gewöhnlich auf der Verpackung verzeichnet und somit eine gute Orientierungshilfe.

Es kann in einem akuten Fall wichtig sein, die Gabe des Flohschutzes öfter durchzuführen. Dies sollte jedoch zuvor mit einem Tierarzt abgesprochen werden, der im Notfall eingreifen kann, falls es zu Problemen kommt. Ein Flohschutzmittel wird für gewöhnlich nicht öfter verabreicht als der Hersteller es empfiehlt.

Gibt es natürliche Alternativen gegen Flöhe?

Natürlich nutzt niemand gerne ein Pestizid oder andere giftige Mittel auf seinem geliebten Haustier. Daher entscheiden sich immer mehr Hundehalter für eine natürliche Variante oder Hausmittel, die sie gegen einen Flohbefall einsetzen.

Typisch hierfür sind zum Beispiel Kokos- oder Schwarzkümmelöl. Andere setzen Kokosflocken ein. Diese Mittel werden in der Regel über das Futter zugeführt, während das Öl teilweise auch auf dem Fell verteilt werden kann.

Als weitere Alternative kommt das sogenannte Kieselgur zum Einsatz. Es ist ein Naturprodukt, welches den Chitinpanzer und Verdauungstrakt der Flöhe angreift und sie somit austrocknen lässt. Leider besitzt es den Nachteil, dass der feine Staub die Atemwege des Hundes und des Menschen reizen kann.

Ob man derlei Produkte in Anspruch nimmt oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Allerdings lässt sich sagen, dass es Hunde gibt, bei denen die Mittel nicht wirken. In diesem Fall bleibt dem Besitzer meist nichts anderes übrig, als zu einem typischen Flohschutz zu greifen.

Welche Maßnahmen sollten bei einem Flohbefall noch ergriffen werden?

Neben der direkten Behandlung des Hundes ist es wichtig, seine komplette Umgebung auf einen Flohbefall zu untersuchen und zu reinigen. Das bedeutet, dass Decken, Spielzeuge und jegliches Zubehör gereinigt und mit einem Flohabwehrmittel behandelt werden müssen.

Außerdem ist es erforderlich, dass die umliegenden Böden täglich nass gewischt werden. Teppiche werden am besten abgesaugt, ebenso wie die Polster. Der Staubbeutel sollte umgehend entsorgt werden und zuvor mit einem Antiflohpulver versehen werden, um die darin landenden Schädlinge zuverlässig abzutöten.

Schläft der Hund mit im Bett, ist dieses täglich frisch zu beziehen. Generell wird die Wäsche während der Behandlungszeit bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen.

Für die Umgebung werden in der Regel Umgebungssprays oder sogenannte Fogger eingesetzt. Diese nebeln den ganzen Raum ein und entfalten automatisch ihre Wirkung. Der Nachteil: Beim Aussprühen eines Foggers oder der Anwendung einer sogenannten Flohbombe ist es erforderlich, den Raum für etwa zwei Stunden zu verlassen.

Danach wird der Raum gut gelüftet. Ein weiterer Ort, an den jedoch viele gar nicht erst denken, ist das Auto. Wenn der Hund sich hier regelmäßig aufhält, muss auch dieses mit den entsprechenden Mitteln behandelt werden, um einen weiteren Flohbefall auszumerzen.

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