Beruhigungsmittel Hund – entspannter durch stressige Situationen

Aktualisiert am: 09.03.2022

Wenn der Hund extremen Stress empfindet (beispielsweise zu Silvester, bei einem Umzug oder generell während langer Autofahrten), so kann vom Tierhalter ein Beruhigungsmittel für den Hund eingesetzt werden.

Die Gabe eines solchen Mittels sollte jedoch immer mit einer gewissen Vorsicht erfolgen. Zudem es sinnvoll ist, die verschiedenen Wirkstoffe und ihre Darreichungsformen zu kennen. Im Zweifel und bei ausgeprägter Symptomatik sollte außerdem der Tierarzt zurate gezogen werden.

Beruhigungsmittel für Hunde Testsieger* 2022

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Beruhigungskapseln, Wirkstoff: trypsinhydrolysiertes Rinder Kasein

Kapseln mit beruhigender Wirkung: Bei den Zylkene 10×10 Kapseln Zylkene 75 mg

handelt es sich um Kapseln, die mit einem Eiweiß-Wirkstoff arbeiten. Hierbei nutzt das Produkt trypsinhydrolysiertes Rinder Kasein. Durch die Natürlichkeit verspricht der Hersteller eine gute Verträglichkeit.
Innerhalb einer Packung befinden sich insgesamt 100 Kapseln, die je nach Dosierung über einen längeren Zeitraum ausreichen. Die Dosierung des Wirkstoffs beträgt 75 mg.
Die Kapseln eignen sich vor allem bei Gelegenheiten wie auf Reisen, einem Feuerwerk oder wenn die gewohnte Routine des Hundes verändert wird. Bei der Dosierung der Kapseln kommt es stets auf das Körpergewicht des Hundes an und sie sollte nicht eigenmächtig verändert werden.
Der Hersteller empfiehlt, Zylkene 10×10 Kapseln Zylkene 75 mg zwei Tage vor einem besonderen Ereignis zu geben. Bis zum Ereignis kann das Produkt seine volle Wirkung entfalten. Sofern eine langfristige Wirkung gefordert wird, kann das Präparat über den Zeitraum von einem bis zwei Monate gegeben werden.
Die Wirkung des Beruhigungsmittels ist sehr unterschiedlich. So stellten manche der Verwender eine gute Wirkung fest. Allerdings stellte sich auch heraus, dass es immer auf die Dosierung ankommt.
Sind die Kapseln erst einmal richtig dosiert, lösen sich die besagten Probleme in der Regel in kurzer Zeit. Einige Tierhalter berichten davon, dass seit der Gabe des Produkts keinerlei Angstzustände mehr beim Tier bemerkt wurden.
Verwendet wurde das Produkt vorwiegend für gezielte Situationen. Zum Beispiel setzten es manche vor einem Umzug ein, damit der Hund diesen besser verkraftete. Andere beruhigen ihr Haustier damit, weil es einen durch Angst verursachten Markierungszwang hatte.
Die Nutzer gehen bei der Gabe des Mittels sehr unterschiedlich vor. Einige verstecken die Kapsel im Lieblingsleckerli, andere öffnen die Kapsel und streuen das Pulver direkt über das Futter. Beide Varianten werden vom Hersteller empfohlen und sollen ohne Probleme möglich sein.
Kritisiert wurde von manchen Kunden, dass die Zylkene 10×10 Kapseln Zylkene 75 mg bei ihrem Tier nicht gewirkt hat. Manche gaben die Kapseln über mehrere Monate, ohne dass sich eine Wirkung einstellte.
Von manchen Nutzern wurde außerdem der Tipp gegeben, sich bei der Dosierung vom Tierarzt helfen zu lassen. Die meisten Tierärzte kennen dieses Produkt und wissen genaueres über dessen Wirkung. Sie helfen dabei, die richtige Dosierung und Einnahmedauer zu finden.

Vorteile:
  • wird von vielen Tieren gut vertragen
  • arbeitet mit natürlichem Eiweiß-Wirkstoff
  • leichte Gabe über das Futter möglich
  • ist bei vielen Tieren durchaus wirksam
  • für die langfristige Einnahme geeignet
Nachteile:
  • wirkt nicht bei jedem Tier
  • wird von manchen Vierbeinern nicht angenommen

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

Eigenschaften: Nachfüllpackung für Steckdosenzerstäuber, Wirkstoff: Beruhigungspheromon 2 %, hält bis zu 30 Tage, deckt zwischen 50 und 70 Quadratmeter ab, Daueranwendung

Natürlicher Zerstäuber für mehr Entspannung: Bei dem Produkt ADAPTIL Calm

handelt es sich um einen Zerstäuber, der Pheromone in der Umgebung versprüht. Das angesprochene Pheromon ist dem der Mutterhündin nachempfunden, wodurch der im Haushalt lebende Hund sich sicher und geborgen fühlen soll.
Der Hund nimmt es über die Nase auf, wenn er durch die Wohnung geht. Für Menschen ist das Pheromon nicht wahrnehmbar, sodass das Produkt laut der Käfuer keine Gerüche im Wohnraum hinterlässt. ADAPTIL Calm kann laut Hersteller über einen langfristigen Zeitraum eingesetzt werden.
Verwendet wird der Flakon über eine Zerstäubereinheit, die in die Steckdose gesteckt wird. Abgedeckt wird eine Fläche von 50 bis 70 Quadratmetern.
Der Inhalt der Flasche hält ungefähr über einen Zeitraum von 30 Tagen, bevor sie ausgetauscht werden muss. Leider berichten ein paar Nutzer, dass diese Angabe falsch ist und bei ihnen die Flasche sehr viel schneller leer war.
Die meisten Anwender verwenden ADAPTIL Calm vor allem an Silvester, wenn der Hund alleine zu Hause bleiben muss oder mit anderen Ängsten kämpft. Die Ergebnisse sind relativ gut und viele Hunde wurden durch das Pheromon sehr viel ruhiger. Allerdings gab es auch bei ADAPTIL Calm den einen oder anderen Hund, bei dem eine Wirkung vollständig ausblieb.

Vorteile:
  • leichte Anwendung über die Steckdose
  • wirkt nach einem natürlichen Konzept
  • für Langzeitgebrauch verwendbar
  • für Langzeitgebrauch verwendbar
  • zeigt bei vielen Hunden eine gute Wirkung
Nachteile:
  • wirkt bei manchen Hunden nicht
  • hält nicht immer über die angegebenen 30 Tage

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Eigenschaften: Tabletten auf pflanzlicher Basis, enthaltene Wirkstoffe: Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Melisse, Passionsblumenkraut

Nahrungsergänzung mit hoher Akzeptanz: Die ADEMA NATURAL CALMVIT

lassen sich laut Hersteller sehr gut in stressigen Situationen einsetzen, um den Hund zu beruhigen. Mit dazu gehört Silvester, ein Wohnungswechsel oder der Transport im Auto.
Das Produkt arbeitet hierbei mit natürlichen Substanzen, was wiederum eine besonders hohe Verträglichkeit aufweist. Vom Einsatz chemischer Zutaten oder ähnlichen Inhaltsstoffen hat der Hersteller bei der Produktion abgesehen.
Die Tabletten können als Leckerli gefüttert werden, sind aber auch über das Futter zu verabreichen. Da es sich bei ADEMA NATURAL CALMVIT um eine Nahrungsergänzung handelt, kann der Tierhalter die Tabletten dauerhaft geben.
Die Wirkung wurde durch einige Nutzer bestätigt. Selbstverständlich gibt es darunter auch Vierbeiner, die auf das Produkt gar nicht ansprachen. Ein Großteil der Hunde wurde nach der Gabe von ADEMA NATURAL CALMVIT jedoch sehr viel ruhiger und entspannter.
Ein paar der Käufer bemerkten, dass die Inhaltsangabe auf der Verpackung nicht immer stimmt. Statt der angegebenen 60 Tabletten waren lediglich 52 bis 56 Stück enthalten.

Vorteile:
  • arbeitet mit pflanzlichen Wirkstoffen
  • für Langzeitanwendung geeignet
  • wird vom Tier gut angenommen
  • hohe Verträglichkeit
  • wirkte bei zahlreichen Tieren gut
Nachteile:
  • wirkte in manchen Fällen nicht
  • in seltenen Fällen waren weniger Tabletten in der Packung als angegeben

Beruhigungsmittel für den Hund kaufen – welche Aspekte sind dabei wichtig?

Die Gabe eines Beruhigungsmittels ist stets mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Denn nicht immer ist sie auch wirklich sinnvoll oder gar notwendig. Zudem es wichtig ist zu wissen, in welcher Form sich Angst oder Stress beim Hund überhaupt bemerkbar machen.

Ferner sollte im Vorfeld bekannt sein, welche Beruhigungsmittel es überhaupt gibt, wie sie wirken und in welchen Formen sie dem Hund gegeben werden. Einige Beruhigungsmittel gibt es nur in Form von Tabletten, andere Produkte werden im Raum versprüht.

Sie alle haben die Aufgabe, dem Hund die nötige Ruhe zu vermitteln. Mit gewissen Maßnahmen ist es jedoch möglich, dem Hund auch anders zu helfen.

Stress und Angst – Anzeichen und Ursachen

Generell ist es sinnvoll zu wissen, wie sich Stress und Angst bei einem Hund überhaupt zeigen. Außerdem gibt es ein paar bestimmte Situationen, bei denen es bereits absehbar ist, dass ein Hund möglicherweise gestresst reagiert. So zeigt ein Hund, dass er ängstlich oder gestresst ist:

  • er zieht den Schwanz ein
  • manche Hunde legen die Ohren flach an
  • sie nehmen eine geduckte Haltung ein
  • viele Hunde zittern
  • ihr Herzschlag erhöht sich
  • sie spannen die Muskeln an
  • einige Hunde hecheln fortwährend und atmen nur flach

Es muss nicht so sein, dass alle Symptome auf einmal auftreten. Manche Hunde hecheln nur viel und spannen die Muskeln an. Andere wiederum zeigen sämtliche Symptome.

In der Regel ist es so, dass ein aufmerksamer Besitzer recht gut einschätzen kann, wann sein Hund gestresst ist und wann nicht. Typische Situationen, die Stress oder Angst in einem Hund auslösen können, sind:

  • Gewitter
  • Silvester
  • Autofahrten
  • Umzug
  • Zuwachs in der Familie (tierisch oder menschlich)
  • Alleine bleiben

Besonders das alleine bleiben löst beim Hund oftmals Verlustängste aus. Ist er es nicht gewöhnt, eine Zeit ohne seine Familie auszukommen, wird er recht schnell unruhig. Genauso verhält es sich, wenn unvorhergesehene Ereignisse in der Familie passieren, wie Nachwuchs menschlicher als auch tierischer Natur.

Silvester ist das Paradebeispiel schlechthin, wenn Raketen in die Luft steigen. Selbst ein stoischer Hund kann hier zum Nervenbündel werden.

In welchen Fällen kann die Gabe eines Beruhigungsmittels für Hunde sinnvoll sein?

Nicht immer zeigen Hunde in den oben genannten Situationen Angst oder Stress. In solch einem Fall ist die Gabe eines Beruhigungsmittels meist nicht notwendig. Viele dieser Situationen lassen sich mit etwas Training auch entschleunigen, sodass der Hund besser damit zurechtkommt.

Allerdings gibt es die Empfehlung, dass ein Beruhigungsmittel vielleicht nicht das Schlechteste ist, wenn der Hund durch seine Ängste Verhaltensprobleme entwickelt. Wenn er beispielsweise damit anfängt, um sich zu beißen, keinen Kontakt mehr sucht oder sein Geschäft vor Angst in der Wohnung verrichtet.

Ebenso kann es unter Umständen sinnvoll sein, mit einem Beruhigungsmittel zu arbeiten, wenn der Hund gewisse Krankheiten hat. Demenz verursacht beim Hund oftmals eine innere Unruhe, das sich in Form von unkontrolliertem Herumlaufen und Ähnlichem zeigt. Die Gabe eines Beruhigungsmittels kann sinnvoll sein, sollte aber dann immer mit dem Tierarzt abgesprochen sein.

Zu bedenken ist immer, dass nicht jedes Mittel auch für jeden Hund geeignet ist. Hier muss der Besitzer (in Abstimmung mit dem Tierarzt) im Sinne des Hundes entscheiden und die Vor- und Nachteile genau abwägen.

Welche Arten von Beruhigungsmittel für Hunde gibt es?

Auf dem Markt wird mit unterschiedlichen Beruhigungsmitteln für Hunde gehandelt. Dabei lassen sich die folgenden Arten voneinander unterscheiden:

  • Klassische Medikamente: Je nach Präparat werden sie lang- oder kurzfristig verabreicht. Der Vorteil besteht darin, dass die meisten mit natürlichen Substanzen und Wirkstoffen versehen sind. Neben den pflanzlichen Inhaltsstoffen werden auch oftmals Enzyme und Eiweiße als Wirkstoffe eingesetzt. Daher sind sie für die meisten Hunde relativ gut verträglich. Die meisten Produkte dieser Art sind frei verkäuflich und vermitteln dem Hund eine entspannte Haltung. Manche von ihnen machen auch müde. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass viele dieser Produkte ebenso eine betäubende Wirkung besitzen und daher mit Vorsicht zu behandeln sind.
  • Homöopathie/Bachblüten: Sie gehören zu den alternativen Mitteln, die nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Menschen angewandt werden. Die Mittel sind in Form von Globuli oder Tabletten erhältlich. Die Wirkung ist laut Hersteller immer auf das jeweilige Problem abgestimmt. So gibt es zum Beispiel Globuli oder Bachblüten, die dazu eingesetzt werden können, wenn der Hund Schwierigkeiten beim Autofahren hat. Der Nachteil: Es ist nicht wissenschaftlich belegt, dass diese Präparate überhaupt eine Wirkung besitzen. Trotzdem werden sie von einigen Tierhaltern eingesetzt, die eine Wirkung feststellen können.
  • Pheromone: Hierbei handelt es sich um Geruchsstoffe, die man insbesondere bei Welpen oder älteren Hunden einsetzt, um einen entspannten Zustand zu erreichen. Das Riechorgan eines Hundes ist sehr viel besser als das des Menschen, weswegen er die Geruchsstoffe sehr gut wahrnehmen kann. Eingesetzt werden Pheromone häufig in Angstsituationen wie Silvester oder bei Gewittern. Pheromone helfen manchen Hunden dabei, bestimmte neuronale Störungen oder Unsauberkeit zu überwinden.
  • Psychopharmaka: Die Variante, die nur ein Tierarzt verabreichen kann. Sie stellen den Hund ruhig, da betäubende Substanzen enthalten sind und gleichzeitig das Gehirn beeinflussen. Häufig kommen die Medikamente aus dem Bereich der Humanmedizin. Sie werden meist nur dann gegeben, wenn es keine andere Lösung mehr gibt. Da sie den Hund vollkommen handlungsunfähig machen und das eigentliche Problem nicht beheben, wird von der Verwendung jedoch meist abgesehen.

Pflanzliche Beruhigungsmittel – Bringen sie was?

Immer mehr Menschen kommen darauf, pflanzliche Beruhigungsmittel zur Behandlung von Stress und Unruhe zu benutzen. Zugegeben: Bezüglich ihrer Verträglichkeit sind sie oftmals besser als klassische Medikamente.

Allerdings sollte ihre Verabreichung auch nur in Abstimmung mit einem Tierarzt erfolgen. Bei den pflanzlichen Beruhigungsmitteln werden häufig die folgenden Wirkstoffe eingesetzt:

  • Baldrian: Bei Baldrian handelt es sich um einen Wirkstoff, der auch in der Humanmedizin als wirksames Mittel gegen Nervosität und Stress eingesetzt wird. Auf den Hund wirkt dieser Stoff beruhigend und löst Stress auf. Allerdings wird er nicht von allen Hunden akzeptiert, da er einen ganz bestimmten Geruch besitzt.
  • Hopfen: Ähnlich wie Baldrian bekämpft Hopfen auch den Stress, ist aber etwas schwächer. Daher ist er in Ausnahmesituationen wie Silvester oder bei Gewitter nur bedingt geeignet.
  • Johanniskraut: Ein bedeutend stärkeres Mittel, welches mit Vorsicht zu behandeln ist. Es wird häufig als temporäre Lösung verabreicht, wenn der Hund unter einem Trauma leidet. Diesem Wirkstoff wird keine langfristige Wirkung zugeschrieben und daher nur kurzfristig verabreicht. In vielen Fällen wird Johanniskraut auch mit Baldrian kombiniert, was jedoch dazu führen kann, dass es zur Überdosierung kommt.
  • Lavendel: Der angenehme Geruch wird auch von vielen Hunden als beruhigend empfunden. Intensive Stresssituationen lassen sich abmildern. Damit ist Lavendel auch bei Silvester oder anderen Feierlichkeiten ein beliebtes Mittel, um dem Hund die nötige Ruhe zu vermitteln.
  • L-Tryptophan: Hierbei handelt es sich um eine natürliche Aminosäure, die dazu beiträgt, Glückshormone auszuschütten. Im Bereich der Humanmedizin wird es oftmals als Schlafmittel eingesetzt, besitzt aber auch eine antidepressive Wirkung.
  • CBD-Öl: Seit ein paar Jahren versuchen es immer mehr Menschen mit CBD-Öl. Das Öl, welches aus der weiblichen Cannabispflanze gewonnen wird, besitzt keine abhängig machende Wirkung. Der Anteil des THC darf nämlich nicht höher sein als 0,2 Prozent. CBD-Öl wirkt beruhigend und krampflindernd. In der Humanmedizin spielt die Pflanze eine immer größere Rolle, da sie auch Schmerzen und Entzündungen lindern kann. Der Hund wird von dem Wirkstoff nicht berauscht. Allerdings ist es noch immer schwer, ein hochwertiges Öl zu finden.

Welcher Wirkstoff beim eigenen Hund eingesetzt wird, hängt von der zu behandelnden Ursache und dem Hund selbst ab. Manche der Wirkstoffe werden vom Hund nicht vertragen, andere wiederum zeigen kaum Wirkung.

Außerdem sollte man wissen, dass die meisten pflanzlichen Wirkstoffe eine Weile brauchen, bis sich eine Wirkung zeigt. Daher ist es bei manchen dieser Produkte nötig, sofern es nicht anders angegeben ist, sie über einen längeren Zeitraum zu verabreichen.

Doch Vorsicht: Bekommt der Hund andere Medikamente, kann es bei der Gabe der pflanzlichen Beruhigungsmittel zu Wechselwirkungen kommen. Daher ist es auch hierbei unabdingbar, einen tierärztlichen Rat einzuholen.

In welchen Formen werden Beruhigungsmittel für Hunde verabreicht?

Beruhigungsmittel für den Hund werden in verschiedenen Formen verabreicht. Dazu gehören:

  • Tabletten/Kapseln
  • Tropfen
  • Granulat
  • Spray
  • Halsbänder

Kapseln, Tabletten und Beruhigungstropfen lassen sich für gewöhnlich gut über das Futter verabreichen, ebenso wie Granulat. Allerdings sollte stets kontrolliert werden, ob die Medikamente eingenommen wurden. Denn manche Hunde sind sehr spitzfindig und sortieren sie aus.

In manchen Fällen hilft es, das Medikament in eine geringe Menge Leberwurst einzurollen. Doch auch hier ist nicht immer garantiert, dass der Hund das Mittel schluckt.

Spray wird meistens über einen besonderen Zerstäuber verbreitet, den man in die Steckdose steckt. Er verströmt das Produkt im Raum und der Hund nimmt es über die Nase auf.

Bei Pheromonen wird häufig mit speziellen Halsbändern gearbeitet, die der Hund den ganzen Tag über trägt. Diese verströmen den Wirkstoff, sodass der Hund ihn gut aufnehmen kann.

Wichtig ist grundsätzlich, sich bezüglich der Verabreichung den Beipackzettel durchzulesen. Der Hersteller gibt einem für gewöhnlich entsprechende Hinweise an die Hand, wie das Medikament korrekt anzuwenden ist.

Eierlikör zur Beruhigung – Sinnvoll, oder nicht?

Der bekannte Hundetrainer Martin Rütter gab einst den Tipp, seinem Hund bei Stress und Unruhe Eierlikör zu verabreichen. Dass Alkohol eine beruhigende Wirkung haben kann, ist hinreichend bekannt. Dass der Tipp beim Hund jedoch nach hinten losgehen kann, zeigen verschiedene Erfahrungswerte.

Besonders an Silvester soll der Hund dank des Eierlikörs gleichgültiger werden. Der darin enthaltene Alkohol hat beim Hund jedoch womöglich eine verheerende Wirkung. Das im Alkohol enthaltene Ethanol wirkt in erster Linie sedativ und hypnotisch. Ab einer gewissen Dosierung wirkt Eierlikör tödlich.

Dem nicht genug: Mit der Gabe von Alkohol verstößt man gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem bekämpft er nicht die Ursache der Problematik, sondern eliminiert lediglich vorübergehend die Symptome.

Generell ist daher dringend davon abzuraten, seinem Hund Eierlikör oder generell Alkohol zur Beruhigung zu geben. Stattdessen sollte der Besitzer seinen Tierarzt konsultieren. Diesem stehen für solche Fälle geeignete Medikamente zur Verfügung, die deutlich besser geeignet sind.

Wie bekommt man einen entspannten Hund?

Einigen Hundebesitzern fällt es schwer, ihrem eigenen Hund die nötige Ruhe und Entspannung zu vermitteln. Dabei lässt sich bereits mit ein paar einfachen Tipps dafür sorgen, dass der Hund ein wenig abschalten kann. Mittels dem richtigen Training ist für gewöhnlich auch ein langfristiger Erfolg zu verzeichnen.

  • Eigenes Verhalten beachten: Das eigene Verhalten trägt oftmals dazu bei, dass der Hund sich beruhigt. Ist man nervös und wippt ständig mit dem Bein, wird auch der Hund unruhig. Manchmal kann es ihm bereits helfen, wenn er nur sanft gestreichelt wird. Dadurch entspannt nicht nur der Hund, sondern auch sein Halter.
  • Kein Trost: Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden. Denn dies vermittelt ihm den Eindruck, dass er etwas richtig macht. Ignorieren ist hier die bessere Variante. Denn durch das Trösten wird die ganze Situation unnötig hochgespielt.
  • Sichere Umgebung: Ein sicheres Umfeld schafft Entspannung. Daher sollte jeder Hund einen Rückzugsort besitzen, wo ihn niemand anders stört. Er fühlt sich dort sicher und kann sich beruhigen.
  • Sanfte Musik: Musik hilft zum Beispiel beim Übertönen von anderen Hintergrundgeräuschen. Es lenkt den Hund ab. Inzwischen gibt es auch Geräte, die beruhigende Geräusche aussenden, durch die der Hund entspannen kann.
  • Futter: Ablenkung durch Futter ist ebenfalls eine Alternative. Doch sollte man es damit nicht übertreiben, da dies dem Gewicht des Hundes auf Dauer nicht zugutekommt. Am besten eignen sich für solche Fälle Kauartikel. Diese beschäftigen den Hund.
  • Massage: Manchen Hunden hilft es auch, sie zu massieren. Inzwischen gibt es verschiedene Massagetechniken, die speziell auf den Hund abgestimmt sind. Diese sollte man sich zuvor jedoch zeigen lassen, ehe man sie beim Hund anwendet.